Gewerbliche Bürgschaft

Bürgschaftsversicherung

Eine Bürgschaftsversicherung ersetzt die Bankbürgschaft – ohne Ihre Kreditlinie zu belasten. Der Versicherer bürgt für Sie gegenüber Ihrem Auftraggeber. Sie zahlen einen jährlichen Beitrag ab 0,3 % der Bürgschaftssumme und behalten Ihren vollen finanziellen Spielraum.

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Was ist eine Bürgschaftsversicherung?

Eine Bürgschaftsversicherung ist ein Dreiecksvertrag zwischen Ihnen als Auftragnehmer, Ihrem Auftraggeber als Gläubiger und dem Versicherungsunternehmen als Bürge. Der Versicherer stellt eine Bürgschaftsurkunde aus. Damit sichert er Ihrem Auftraggeber zu: Wenn Sie als Schuldner Ihre vertragliche Leistung nicht erbringen, zahlt der Versicherer.

Im Unterschied zur Bankbürgschaft – auch Avalkredit genannt – wird die Bürgschaftssumme bei einem Versicherer nicht auf Ihren Bankkredit angerechnet. Ihre Liquidität bleibt erhalten. Das ist der entscheidende Vorteil für Unternehmen, die regelmäßig Sicherheiten stellen müssen.

Bürgschaftsversicherung vs. Bankbürgschaft

  • Kosten: Bürgschaftsversicherung 0,3–1,5 % p.a. | Bankbürgschaft 1–3 % p.a. plus Urkundengebühren
  • Kreditlinie: Bürgschaftsversicherung belastet die Banklinie nicht | Bankbürgschaft reduziert den verfügbaren Kreditrahmen
  • Geschwindigkeit: Bürgschaft vom Versicherer oft in 24–48 Stunden | Bankbürgschaft dauert länger, mehr Bürokratie
  • Sicherheiten: Versicherer verlangen oft weniger Sicherheiten als Banken

Wer braucht eine Bürgschaftsversicherung?

Bürgschaftsversicherungen sind besonders sinnvoll für:

  • Bauunternehmen und Handwerksbetriebe, die Vertragserfüllungs- oder Gewährleistungsbürgschaften stellen müssen
  • Unternehmen, die an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen – hier ist eine Bürgschaft oft Voraussetzung
  • Maschinen- und Anlagenbauer, die Vorauszahlungsbürgschaften für Kundenzahlungen benötigen
  • Unternehmen, die Gewerbeobjekte mieten oder Maschinen leasen
  • Alle Betriebe, die ihren Kreditrahmen bei der Bank schonen wollen

Kosten der Bürgschaftsversicherung – ein Beispiel

Ein Bauunternehmen beantragt einen Bürgschaftsrahmen über 200.000 Euro. Der Versicherer berechnet 1,0 % pro Jahr. Das ergibt einen Jahresbeitrag von 2.000 Euro. Innerhalb dieses Rahmens können beliebig viele Einzelbürgschaften ausgestellt, zurückgenommen und neu ausgestellt werden. Die Bankbürgschaft würde für dieselbe Summe 2.000–6.000 Euro pro Jahr kosten – zuzüglich Gebühren.

Die Höhe des Beitrags hängt ab von: Bürgschaftssumme, Bürgschaftsart, Ihrer Bonität und der Laufzeit.

Alle Bürgschaftsarten im Überblick

Je nach Auftrag und Branche gibt es unterschiedliche Bürgschaftsarten. Die wichtigsten finden Sie hier:

Top-Anbieter im Vergleich

Ausgewählte Tarife für Bürgschaftsversicherung – Stand 2026

Versicherer Bewertung Deckungssumme Preis Features

Preise sind Richtwerte und variieren je nach Branche, Umsatz und individuellen Faktoren. Individuelle Angebote erhalten Sie direkt beim jeweiligen Anbieter.

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